Füssen, 28. September 2025 – Auch im zweiten Halbfinalspiel mussten sich die Füssen Royal Bavarians nach großem Kampf geschlagen geben. Gegen die Stuttgart Reds unterlagen die Allgäuer mit 7:11 und verpassten damit den Einzug ins Finale der 2. Bundesliga Süd.
Bereits im ersten Duell am vergangenen Wochenende in Füssen lieferten sich beide Teams einen fast viereinhalbstündigen Offensivmarathon, den die Reds am Ende für sich entschieden. Im Rückspiel wartete nun die erwartet schwere Aufgabe: Die Royal Bavarians mussten in Stuttgart beide Spiele gewinnen, um das Finale noch zu erreichen – und das ohne ihre drei etatmäßigen Pitcher. Während Murphy bereits in die Heimat zurückkehren musste, fielen Mendelsohn und Starek verletzungsbedingt aus.
So setzte Coach Mitch Wirthmüller auf eine Notlösung: Outfielder Sirus Glenn übernahm die Rolle des Starting Pitchers. Der US-Amerikaner hatte bislang lediglich in der zweiten Mannschaft als Werfer agiert, hielt seine Mannschaft jedoch über weite Strecken im Spiel und gab ihr die Chance auf einen Sieg.
Zunächst gingen die Reds im ersten Inning mit Unterstützung der Füssener Defensive mit 0:2 in Führung. Doch die Gäste drehten im dritten Durchgang auf: Hits von Kanat, Glenn, Krumm, Wallace und Zaharia brachten gleich sechs Runs und die 6:2-Führung. Stuttgart blieb jedoch hartnäckig, nutzte weitere Fehler der Füssener Defensive und übernahm im fünften Inning beim Stand von 6:8 erneut die Führung.
Nach einem Pitcherwechsel der Reds im vierten Inning taten sich die Royal Bavarians schwer, weiteren Druck aufzubauen. Im achten Durchgang bauten die Hausherren ihre Führung auf 6:11 aus und sorgten damit für die Vorentscheidung. Zwar startete Füssen im letzten Inning noch eine kleine Aufholjagd, doch mehr als ein Run sprang nicht mehr heraus – Endstand 7:11.
„Uns war klar, dass es in Stuttgart sehr schwer werden würde, die Serie noch zu drehen. Trotzdem haben wir uns noch einmal stark präsentiert. Sirus [Glenn] hat uns hervorragend im Spiel gehalten. Am Ende waren es aber ein paar Fehler zu viel und offensiv haben wir nicht so produziert wie in den letzten Wochen“, analysierte Wirthmüller. „Trotzdem bin ich unglaublich stolz auf die Mannschaft. Das Halbfinale zu erreichen ist ein riesiger Erfolg. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und sind als Team zusammengewachsen.“
Ganz beendet ist die Saison für die Royal Bavarians allerdings noch nicht: Am 11./12. Oktober richten sie erstmals die Füssener Fall Classics aus – ein Einladungsturnier mit hochkarätigen Mannschaften am King’s Field.