Füssen, 12. April 2026 – Die Füssen Royal Bavarians haben zum Auftakt der 2. Baseball-Bundesliga in Regensburg trotz zweier Niederlagen ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die Bayerische Baseball Academy, amtierender Vizemeister und eines der Top-Teams der Liga, unterlagen die Royals zweimal denkbar knapp mit 4:5 – zeigten dabei aber in beiden Partien Baseball auf sehr hohem Zweitliga-Niveau und agierten mit dem Favoriten über weite Strecken absolut auf Augenhöhe.
Spiel 1: Glücklicheres Ende für die Gastgeber – 4:5
Im ersten Spiel erwischte Füssen einen starken Start und präsentierte sich vor allem offensiv äußerst konzentriert. Die Royals zwangen die Pitcher der Academy immer wieder zu langen At-Bats und vielen Würfen. Auf dem Mound zeigte Youngster Loris Härtl eine extrem starke Leistung und hielt die gegnerischen Schlagleute mit vielen Strikes und variantenreichen Würfen kurz. In den ersten fünf Durchgängen ließ er lediglich einen Run zu.
Im sechsten Inning musste er dann nach einem schnellen Aus einen Solo-Homerun gegen Adrian Villegas, den Top-Prospect der Academy, hinnehmen. Ein weiterer Basehit der Regensburger beendete dann den Arbeitstag von Härtl, und Daniel Mendelsohn übernahm als Pitcher für die Royal Bavarians. Auf einen weiteren Basehit folgte ein weiter Schlag ins Centerfield und ein noch spektakulärerer Catch von Chris Kleber kurz vor dem Outfieldzaun. Durch das Flyout scorte allerdings der 4:3-Anschluss. Ein Groundout beendete dann das Inning.
Offensiv flachte die Leistung der Royals gegen Ende des Spiels ab, und man verpasste es, weitere Runs zu produzieren. Das siebte Inning begann für die Academy mit einem Basehit und einem Bunt-Single. Füssen war unter Druck, und die Partie drohte zu kippen. Bei Läufern auf dem ersten und dritten Base war es dann wieder Adrian Villegas, der einen Pitch satt am First Baseman vorbeischickte und für den umjubelten Walk-off-Sieg der Hausherren sorgte – Endstand 4:5.
Headcoach Mitch Wirthmüller zeigte sich nach dem Spiel dennoch zufrieden: „Loris [Härtl] hat heute auf dem Mound eine fantastische Leistung gezeigt. Und auch offensiv waren wir deutlich präsenter als noch in der Vorbereitung. Am Ende hat es leider knapp nicht gereicht, aber so ist der Sport.“
Spiel 2: Füssen nutzt Chancen in der Offensive nicht – 4:5
Auch im zweiten Spiel war Füssen erneut voll im Spiel, musste aber früh einem Rückstand hinterherlaufen. Im zweiten Inning geriet die Academy bei geladenen Bases in Schlagposition und kam zunächst durch einen Walk zu einem weiteren Run. Kurz darauf landete bei zwei Aus und zwei Strikes ein unglücklicher Schlag die First Baseline hinunter, der gleich für drei Punkte der Gastgeber sorgte und Regensburg mit 4:0 in Führung brachte.
Danach stabilisierten Mike Compton und die Defensive der Royals die Partie wieder deutlich. Ein weiterer Run der Academy fiel später nach einem Triple und anschließendem Groundout. Offensiv erarbeitete sich Füssen viele Chancen, ließ jedoch zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Gleich zweimal schlugen die Royal Bavarians bei Bases loaded in ein Double Play und verpassten es, den möglichen Ausgleich oder sogar die Führung zu erzielen. Ein Highlight setzte Chris Kleber mit dem ersten Homerun der Saison für die Royal Bavarians. Dennoch blieb es am Ende bei einer weiteren knappen 4:5-Niederlage. Auch eine letzte Gelegenheit im sechsten Inning konnte Füssen nicht mehr verwerten.
Trotz des doppelten Rückschlags überwog nach dem Spieltag die Erkenntnis, dass die Royal Bavarians mit dem Top-Team der Liga absolut mithalten können. Beide Spiele bewegten sich auf hohem Zweitliga-Niveau, und mit etwas mehr Spielglück hätten die Füssener aus Regensburg durchaus auch zwei Siege mitnehmen können.
Entsprechend fiel auch das Fazit des Trainers aus: Gegen die Top-Mannschaft der Liga habe man absolut auf Augenhöhe gespielt und hätte auch beide Spiele gewinnen können. Am Ende sei die Academy in den entscheidenden Situationen etwas glücklicher gewesen und habe dadurch beide Partien für sich entschieden.
Für die Royal Bavarians gilt es nun, die vielen positiven Ansätze mitzunehmen und beim Home Opener am kommenden Samstag, den 18. April, am King’s Field gegen die Freising Grizzlies die ersten Siege der Saison einzufahren.
Archivfoto @ Kevin Eimertenbrink