Füssen, 11. September 2025 – Am Samstag geht es für die Royal Bavarians zum Viertelfinal-Rückspiel nach Mannheim. Beim deutschen Rekordmeister möchten die Füssener an ihren Erfolg vom Hinspiel anknüpfen, als sie Mannheim deutlich mit 17:5 in die Schranken wiesen. Doch Coach Mitch Wirthmüller hat mit personellen Engpässen zu kämpfen.
Es war ein Baseballfest der Superlative: Vor rund 200 Zuschauern schickten die Füssen Royal Bavarians am Samstag den deutschen Rekordmeister aus Mannheim mit einem deutlichen 17:5-Sieg zurück nach Hause. „In der Offensive hat es einfach geklickt!“, fasst der Trainer das offensive Meisterstück seiner Mannschaft zusammen. Schlussendlich waren es 17 Runs bei 20 Hits und drei Homeruns.
Auf diese offensive Stärke hoffen die Füssener auch am kommenden Samstag beim Rückspiel in Mannheim. Mit einem komfortablen 1:0-Vorsprung in der Best-of-3-Serie haben die Allgäuer gleich zwei Matchbälle. Sollte es in Spiel zwei der Serie eine Niederlage geben, wird ein alles entscheidendes drittes Spiel direkt im Anschluss ausgetragen.
Wer die Saison der Royal Bavarians bislang verfolgt hat, würde jetzt sagen, dass ein Sieg in Spiel zwei mit Aidan Murphy auf dem Werferhügel eigentlich kein Problem sein sollte. Doch ausgerechnet jetzt musste der Kanadier aufgrund familiärer Probleme kurzfristig abreisen und hinterlässt somit eine große Lücke in der Aufstellung. „Manchmal gibt es Situationen höherer Gewalt, die man akzeptieren muss. Für die Mannschaft ist das natürlich ein herber Verlust. Wir haben aber die Tiefe im Kader, um auch das abfangen zu können“, erzählt Wirthmüller.
Neben Murphy fehlen auch Wallace, Zacek, Wagner, Aman und Brunner. Brunner fällt mit einem Wadenbeinbruch für den Rest der Saison aus und gesellt sich im Verletztenlager zu Loris Härtl, der ebenfalls mit einer Fußverletzung nicht mehr eingesetzt werden kann. Als Ersatzwerfer für Aidan Murphy und Verstärkung im Infield wird Joji Naka von der zweiten Mannschaft mit nach Mannheim kommen, um der Pitcherriege zusätzliche Tiefe zu geben. „Wir müssen uns im schlimmsten Fall auf 16 oder mehr Innings einstellen. Da brauchen wir alle Arme“, weiß Wirthmüller.
Doch auch Mannheim muss weiterhin auf zwei Leistungsträger verzichten. So ist der hauptsächliche Relief-Pitcher der Tornados, Lukas Köttig, noch mit der U18-Nationalmannschaft bei der WM in Japan, und Marvin Kulinna fällt angeblich mit einer Schulterverletzung langfristig aus.
„Es wird wieder ein offensiver Schlagabtausch werden. Vor allem ist das Mannheimer Roberto-Clemente-Field bekanntlich klein, wo durchaus mal ein überraschender Homerun das Spiel schnell kippen kann. Wir werden versuchen, die Mannheimer Pitcher arbeiten zu lassen und offensiv an die Leistung der Vorwoche anzuknüpfen“, gibt Coach Wirthmüller die Marschroute vor.
Foto © Martin Bühler